| Startseite | Einführung | Grundlagen | Anwendungen | SE-Größen | SE-Kürzel | Infos |
|---|
| Signalbewertung | Schaden | Größe | Ortung | Überwachung | Prüfung |
|---|
SE-Graduierungen [1] sind für eine Einstufung der Emissionen nach verschiedenen Gesichtspunkten bzw. Konzepten erforderlich, um Aussagen über die Erregungsprozesse bzw. die Erregung der Objekte erhalten zu können. Eine sehr grobe Graduierung, eine Zweiteilung in BSE Burstemissionen und KSE kontinuierliche Emissionen haben wir bereits vorgenommen. Für technische Probleme, die in der Regel komplizierter Natur sind, ist eine Graduierung mit Hilfe naturwissenschaftlicher Erkenntnisse erforderlich. Einteilungen der SE-Erscheinungsbilder, die Aussagen stofflicher, technologischer oder wirtschaftlicher Art gestatten, müssen gefunden und realisiert werden. Die gegenseitige Beeinflussung der wirksamen stofflichen, technologischen und wirtschaftlichen Einflussgebiete sind stets zu berücksichtigen. Kompromisslösungen sind deshalb schwer zu finden. In den meisten Fällen muss von Annahmen ausgegangen werden, die lediglich in kurzzeitigen, unregelmäßigen Zeitabständen auf das Untersuchungsobjekt einwirken. Zu den schwer abschätzbaren Beanspruchungen der Objekte gehören Eigenschwingungen, Eigenspannungen, thermische Wechselbeanspruchung, interne Verzögerungs- und Beschleunigungsdefekte, mikrostrukturelle Eigenschaften.
Eine erste sicherlich vernünftige und richtige Annahme ist :
Die Entstehung einer Primärschallquelle, die durch innere Energiefreisetzung im Werkstoff hervorgerufen wird, ist mit dem Entstehungsort eines Werkstoffdefektes zu verbinden.
Diese Defekte können sich zu einer Schadstelle im Objekt entwickeln. Der Begriff Schaden [2] ist im Einzelfall sicher genauer zu definieren , um vergleichbare Aussagen zu erhalten.
Große Materialproben bzw. Objekte, bei denen annähernd mit einer linearen Energieübertragung gerechnet werden kann, erlauben die Anwendung eines Energiekonzeptes zur Klassifizierung von Schadenszuständen. Für eine Bewertung des Objektzustandes werden Signalparameter (Schallimpuse, Schallsummen, Schallenergie usw.) herangezogen. Die komplexen Ausbreitungsbedingungen in realen Objekten gestatten nicht durchgehend die Bewertung nach dem Energiekonzept. Bei großen Gasdruckbehältern, bei Reaktorbehältern usw. wurden nach diesem Konzept hinreichende Erfolge erzielt.
Fußnoten :
[1] Graduierung = Abstufung, Einteilung in unterschiedliche Grade .
[2] Schaden = Verlust gewisser Eigenschaften, teilweise Zerstörung, Wertminderung.
| Startseite | Nach Oben | Weiter |
|---|