Schallemissionen (SE) [ Erregungen von mechanischen Schwingungen ]
beliebiger Frequenz, entstehen in einem Stoff stets durch
physikalische, chemische oder biologische Erregungsprozesse.
Obwohl mechanische Schwingungen nur in einem sehr kleinen Frequenzbereich hörbar sind, wird im erweitertem Sinn, aber durchaus verständlich, generell von Schall gesprochen. Diese Erregungen, Schallquellen (SQ), treten bei Beanspruchung des Stoffes auf.
| Aus den gemessenen Schalldaten können Angaben über den zeitlichen und energetischen Verlauf und die Art des Prozesses erfolgen. Aussagen über den Zustand und die Art des Mediums können gewonnen werden. Findet keine Beanspruchung des Stoffes statt, sollen keine Schallquellen gemessen werden. |
Die Schallemissionsanalyse kann in vielen Wirtschaftszweigen in der direkten Produktion, der Montage, der Überwachung, der Überprüfung oder Qualitätssicherung ökonomisch wirksam eingesetzt werden. Das hat zur Folge, dass in manchen Wirtschaftszweigen eigene Methoden, Größen und Verfahren entwickelt wurden. Auf diese muss bei den Vergleichen der Ergebnisse genauestens geachtet werden. Neben den unterschiedlichen Meßsystemen ist auf die Unterschiede in den Objekten und Verfahren genauestens zu achten. Sinnvoll erscheint wenigstens gemeinsame Größen und Meßanordnungen zu benutzen.
Der Mensch reagiert auf erregende Vorgänge individuell sehr unterschiedlich. Manch einer lacht, weint, tobt, schreit, grölt oder zappelt usw.. Bei jedem erregendem Vorgang beobachten wir andere Gefühlszustände. Dies ist sowohl vom Individuum als auch von dem Vorgang ganz spezifisch beeinflusst, ohne dass die Reaktion des Einzelnen für einen gegebenen Vorgang in jedem Fall vorausgesagt werden kann. Über den Zustand des Individuums und den erregenden Vorgang lassen sich aber hinweisende Aussagen gewinnen. Der Mensch kann seinen Zustand durch die Sprache oft selbst beschreiben und darstellen.
Die Geräusche der Objekte, die bei einem Beanspruchungsvorgang auftreten, verhalten sich ähnlich. Sie erlauben uns Rückschlüsse auf den Zustand des Objektes, die Art und den Verlauf des erregenden Vorganges. Diese Sprache der Objekte muss jedoch zuvor erlernt und vor allem beschrieben und aufgeschrieben werden, nicht verstreut in vielen Fachzeitschriften, sondern zusammengefasst und überschaubar.. Dieser Aufgabe müssen wir uns stellen.