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eines Stoffes [1],[2] , eines Objektes, ist ein komplexer, vielschichtiger Vorgang. Mit dem Voranstellen von SE soll nur zum Ausdruck gebracht werden, dass die Betrachtung aus der Sicht der dabei entstehenden SE erfolgt. Aus naturwissenschaftlicher Sicht betrachten wir eine
(Siehe:Schallemission SE). Durch den Vorgang der Beanspruchung wird Energie in das Objekt eingetragen, die eine Stoff - Umwandlung auslösen kann. Die für diese Umwandlung nicht eingesetzte Energie tritt als Wärme- bzw. Schallenergie (Siehe : Schall ) im Objekt auf. Die durch den Beanspruchungs - Vorgang eingebrachte Energie wird nur in speziellen Fällen genau der Erregungs-Energie entsprechen, die für die Stoff-Umwandlung erforderlich ist. Daraus folgt die ständig zu beweisende Behauptung :
Können wir keine SE feststellen, so messen wir entweder bei einer ungeeigneten Frequenz oder bei zu geringer Empfindlichkeit. Betrachten wir die Beanspruchung aus der Sicht des Technikers, so treffen wir die folgenden Einteilungen : Test-, Prüf- und Produktionsbeanspruchungen.
Test-Beanspruchungen dienen der Untersuchung des akustischen Systems am Objekt.{Schallgeber SG), Bleistiftminen-Test (BMT), Klopfzeichen (KZ) usw.} Sie dienen der Kontrolle der Ankopplung der Schallwandler (SW), der Kontrolle der Empfindlichkeit des akustischen Systems, der Untersuchung der Schalldämpfung, der zeitlichen Konstanz der Anordnung usw.. Die Test-Beanspruchung darf im Objekt, im untersuchtem Stoff, keine Stoff-Umwandlungen verursachen.Die eingebrachte Energie muss so gering sein, das keine Anregungsprozesse im Stoff ablaufen. Der Stoff selbst funktioniert nur als Träger des Schallfeldes zwischen Schallquelle und Schallwandler. Die Messungen sind reproduzierbar und der Kaisereffekt ist nicht wirksam.
Prüf-Beanspruchungen dienen der Suche nach Defekten [3] im Material, einer Materialprüfung bzw. Werkstoffprüfung. Hierbei wird die Beanspruchung möglichst überschaubar einfach gestaltet. Hierzu gehören : Zug-, Druck-Versuche; Ritz- u. Eindruck- Verfahren, Temperaturschock, Dauerschwing-Versuche usw. . Für die Werkstoffprüfung ergeben sich bei den konventionellen Prüfverfahren durch den Einsatz der SEP meist Verbesserungen der Methoden. Die Defekte werden mit Hilfe der SEP schneller und exakter life registriert. Nicht wachsende Defekte werden nicht angezeigt, weshalb ein Vergleich mit Ultraschallprüfungen sinnlos ist.Vielmehr müssen diese, wenn erforderlich nachfolgend zur Größenbestimmung der Defekte durchgeführt werden. Der Vorteil der SEP liegt in der hohen Empfindlichkeit. So können Mikrorisse bereits angezeigt werden, wenn bei der Durchschallung noch kein Effekt angezeigt wird. Die Konzentration auf eine bestimmte Beanspruchung (BA) darf jedoch nicht dazu verleiten,die übrigen BA voll zu ignorieren, denn eine BA durch die Umgebung ist immer vorhanden, selbst wenn wir diese möglichst konstant halten. Prüf - Beanspruchungen können mit festgelegtem Belastungsregime gefahren werden, was oft die Interpretation der Defekte erleichtert. So kann bei einem Zugversuch (Bild1) die Kraft F mit konstanter oder variabler Geschwindigkeit (dF/ dt )eingebracht werden. Durch Anhalten der BA kann oft ermittelt werden, ob bereits wachsende Prozesse im Objekt ablaufen. Die Beanspruchungsgeschwindigkeit (BAv)ist zu unterscheiden von der Prozessgeschwindigkeit (Prv) mit der akustisch aktive Prozesse, Stoff-Umwandlungen, im Objekt ablaufen. Die BA verursachtin der Probe bei definierten Bedingungen akustisch aktive Umwandlungen, die entweder einzeln, z.B. beim Abbau von Mikrospannungen, oder in großer Anzahl in einem Erregungsgebiet, z.B. bei der Plastifizierung der Werkstoffe, auftreten.
Betrachten wir das Erregungsgebiet der akustischen Emission näher, so stellen wir Überlagerungen von Wellenpaketen fest. Diese stammen entweder von Mikroquellen oder aus Reflexionen an Ungänzen [4] oder Randzonen. Eine generelle Theorie der akustischen Emission (AE), Schallemission (SE), ist bisher noch nicht ausgearbeitet, obwohl wesentliche Fortschritte in der Analyse der Mikroprozesse erzielt wurden. Das liegt auch daran, das bis heute immer noch prinzipielle untere und obere Frequenzgrenzen für akustische Meßsysteme hinsichtlich der Auflösbarkeit verschiedener Signale in einem Signalfeld existieren, was die Analyse der Schallfelder wesentlich erschwert.
Physikalische Elementarereignisse im Festkörper weisen charakteristische Zeitkonstanten im Bereich 10-10 bis 10-12s auf. Anregungen durch solche Elementarereignisse liegen in einem Frequenzbereich, der mit den Meßanordnungen der Schallemissionsanalyse nicht erfasst wird. Die kinetische Energie der Moleküle bestimmt die Wärmeschwingungen im Festkörper. Diese Signale werden aufgrund der hohen Frequenzen von den SE--Wandlern nicht registriert. Aus einfachen festkörperphysikalischen Betrachtungen ergibt sich die kleinste vorstellbare Wellenlänge zu λ = 2a, dem doppelten der Gitterkonstanten a im Festkörper. Das ist der Bereich der Wärmeschwingungen. Die Reichweite derartig hochfrequenter Wellenpakete ist im mikroskopisch sehr heterogenen Festkörper äußerst gering. Dass durch Energiedissipation im Ultraschallbereich hinreichende Signale erscheinen, ist darum äußerst unwahrscheinlich. Jedoch umgekehrt werden oft parallel zu den SE-Erregungsprozessen Signale von Temperatur-sensoren registriert. Erregungsprozesse, die bei Beanspruchung (BA) mit der Banspruchungsgeschwindigkeit v in einem Objekt entstehen, müssen ihrer Frequenzlage entsprechend einige Hundert Elementarzellen des Festkörpers erfassen. Mikroskopisch kleine Erregungsbereiche werden bei der SE-Herausbildung zu gekoppellten elastischen Schwingungen angeregt. Solche Erregungsgebiete sind in erster Näherung als mikroskopisch kleine Massenbereiche aufzufassen, die in einer starren Umgebung elastisch gebunden sind (Harte Einschlüsse). Das kann im Mikrobereich durch zufällige, herstellungsbedingte oder strukturbedingte Inhomogenitäten, durch Ermüdungs- bzw. Alterungserscheinungen auftreten. Solche Erregungsgebiete bezeichnen wir als Primärschallquellen (PQ) , die mit einer Prozeßgeschwindigkeit Prv das Material passieren. Diese Prozeßeschwindigkeit ist nicht zu verwechseln mit der Beanspruchunggeschwindigkeit. Die Beanspruchungsgeschwindigkeit BAv, die oft erst Ursache für die PQ sind. Die PQ-Felder sind durch eine Summe gedämpfter, linearer Feder-Masse-Schwinger (m n,ωn) darzustellen, die mit Schallschnelle v FM schwingen. Das Signalfeld der Primärschallquellen ergibt sich aus der Überlagerung der Abstrahlung einer Summe von N linearen gedämpften Feder-Masse-Schwingern, die bestimmte Wellenlängen λ der Wellenzahl k = 2 /λ in das Material abstrahlt. In erster Näherung ist dieses Bewegungspotential gegeben durch :

Das akustische Potential Φ(t) , auch als Potential der Schnelle bekannt oder als Geschwindigkeitspotential bezeichnet, liefert die Schallschnelle ν(t) durch Gradientenbildung.: V (t) = - grad Φ(t). Der Vektor der Gradientenbildung gibt die Bewegungsgeschwindigkeit der Teilchen in der Welle an. An ist die Auslenkung des n.- Primärprozesses und φn ist die Phasenverschiebung des n.- Prozesses in Bezug zum Beginn der Prozesse.
Die physikalischen Elementarprozesse erfolgen gewiss mit charakteristischen Entstehungsgeschwindigkeiten, die uns noch weitgehend unbekannt sind. Die Aktivierung dieser Prozesse erfordert jedoch stets ein bestimmtes Beanspruchungspotential, um überhaupt innitiert zu werden. Mit zunehmender Beanspruchung (BA) werden immer mehr neue Elementarprozesse aktiviert. Ist eine solche Aktivierung bereits früher einmal erfolgt, steht ein weiteres mal dieser Aktivierungsprozess, wegen der bereits aufgezehrten elastischen inneren Energie, nicht mehr zur Verfügung (Kaiser Effekt). Von der Art und der Geschwindigkeit der Beanspruchung (BAv) hängt somit das Erscheinungsbild der SE auf dem Bildschirm ab. Welche Prozeßgeschwindigkeit ( u ) für die Herausbildung des SE-Bildes maßgebend ist, muss im Einzelfall herausgefunden werden.
Hieraus folgt, dass auch bei extrem guter Übereinstimmung der äußeren Parameter der Schallemissions-Untersuchungen kein gleiches SE-Bild erhalten wird, wenn nicht auch die innere Mikrostruktur der Probe gleich ist. Kristalle sind diesbezüglich die günstigsten Objekte, doch gelingt selbst hier nicht die hinreichende Reproduzierung des SE-Bildes. Bisher gelingt es im Allgemeinen noch nicht, die Proben mit gleicher Mikrostruktur herzustellen. Somit sind wir weitgehend darauf angewiesen, charakteristische Strukturen des SE-Bildes herauszufinden. Durch die SE-Bilder werden die Proben ähnlich identifiziert, wie der Mensch durch seinen Fingerabdruck. Allerdings zeigt der Fingerabdruck kaum die Vorgeschichte auf. Für die Erforschung der Schallemission bedeutet dies ein großes Hindernis, da die Reproduzierbarkeit der Versuche ein wichtiger Fakt für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Erforschung bedeutet. Das mag ein wichtiger Grund dafür sein, dass nur langsam Fortschritte im technischen Einsatz der SE erzielt werden.
PB = GVw = dW/dt = f(F,p,e,s,t,..) |
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Produktions-Beanspruchungensind im allgemeinen wenig veränderbare Beanspruchungen, die bei der Herstellung und Nutzung von Objekten auftreten. Sie sind mit einem speziellen, typischen SE-Bild ausgestattet, welches die inneren und äußeren Werkstoffprozesse bei der Herstellung und Nutzung des Objektes widerspiegelt. Nach einfachen SE-Arbeits-Konzepten sind SE- Systeme auszuarbeiten, die definierte Veränderungen, die eine Qualitätsbeeinflussung zur Folge haben, rechtzeitig signalisieren. Diese können für den Herstellungsprozess anders aussehen, als für den Nutzungsprozess. SE-Systeme (SES) sind zwar meist aufwändiger, lösen aber gleichzeitig die Signalauswahl für die sinnvolle Bewertung. (Systeme zur Schweißnahtkontrolle, zur Kontrolle des Spanungsvorganges, zur Kontrolle auf Mikrorisse usw.).
| Kontrollsysteme (KS) | kontinuierlich diskontinuierlich |
Herstellungskontrolle zur Qualitätssicherung |
| Überwachungssysteme (ÜS) | kontinuierlich diskontinuierlich |
Nutzungsüberwachung zur Qualitätskontrolle u. Schadensüberwachung |
| Ortungssysteme (OS) | Zonenortung zweidimensionale Ortung dreidimensionale Ortung |
Anrissortung an Druckkomponenten Leckageortung Defektortung |
Fußnoten :
[1]Beanspruchung = Gesamtheit der physikalischen, chemischen, biologischen Einwirkungen . Bei Bauteilen speziell die einwirkenden Kräfte, Momente, Spannungen, Dehnungen,Temperatur usw.
[2]Stoff = Substanz aus chemischen Elementen mit definiertem Aggregatzustand.
[3]Defekt = Fehler, die das Gebrauchsverhalten in Funktion und/oder Dauer nicht gewährleisten.
[4]Ungänzen = Bereiche im Objekt, an denen Medien mit unterschiedlichen akustischen Eigenschaften aneinander grenzen.
Gleichung 19-/-Gleichung 18-/-Gleichung 17 -/- Gleichung 16-/-Gleichung 15 -/-Gleichung 14 -/-Gleichung 13 -/-Gleichung 12-/-Gleichung 11-/- Gleichung 10-/-Gleichung 9-/- Gleichung 8-/-Gleichung 7-/- Gleichung 6-/- Gleichung 5-/- Gleichung 4 -/- Gleichung 3-/- Gleichung 2-/- Gleichung 1-/-
>Tabelle6 Tabelle 5-/- Tabelle 4-/- Tabelle 3-/- Tabelle 2-/- Tabelle 1
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